Die Stromquellen Deutschlands

Ein Leben ohne Strom ist heute einfach undenkbar. Keine Computer, kein Licht, keine Bankomaten, kein Börsengeschäft, die Wirtschaft bricht zusammen, ein totales Chaos entsteht.


Ein Monopol wird liberalisiert


Die wichtigsten Stromlieferanten sind zurzeit Stein- und Braunkohle, Erdgas sowie Kernenergie. Kleinere Versorger sind Biomasse, Wasserkraft, Windenergie, Photovoltaik und andere. Die erneuerbaren Energien liegen in Deutschland bei 10,1 Prozent. Haupterzeuger sind Wasserkraft und Windenergie. Die vier Groβunternehmen E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall Europe decken rund 90 Prozent des ganzen Strommarktes ab. 34 Prozent Marktanteile fallen dabei an E.ON. Laut europäischem und deutschem Energie-Gesetz soll der Strommarkt weiter liberalisiert werden. Kleinere Unternehmen bekommen Marktchancen, die Wettbewerbsfähigkeit soll gesteigert und in Richtung erneuerbaren Energien gefördert werden.

Im Einvernehmen mit der Natur

Erneuerbare Energien sollen die Wiederherstellung mit dem Verbrauch in Einklang bringen und damit ein konstantes Gleichgewicht zwischen Natur und Technik bilden. Diese Grundidee war bereits beim Einsatz von Öl und Steinkohle vorhanden, nur stieg dann die Nachfrage dermaβen rapide an, dass die Energiequellen immer mehr versiegten. Alternative fortwährende Energien werden in Windkraftanlagen, Wasser- und Gezeitenkraftwerken, Photovoltaikanlagen und in solarthermischen Kraftwerken produziert. Dazu kommt die Verbrennung von Biomasse, wie die organischen Abfälle genannt werden und in der Landwirtschaft der Einsatz von Biogasanlagen, wo die Agrarabfälle wieder verwertet werden. Nicht zuletzt die tragische Katastrophe in Japan samt Super Gau hat die Nachfrage nach fortwährenden Energiequellen ansteigen lassen. Zudem sinken die Kurse des Ökostroms an der Börse bereits merklich.

Brisant – Billigstrom

Einer der wichtigsten Gründe für die Liberalisierung des Strommarktes waren die hohen Strompreise. Der danach beginnende Konkurrenzkampf der vier Stromgiganten hat die Preise jedoch wieder ansteigen lassen. Neu sind Billigstrompreislieferanten auf dem Markt aufgetreten. Die Nachfrage nach Billigstrom ist rasant. Strompreisvergleiche sind im Internet überall zu finden. Ein Schlüsselwort dazu heiβt aktuelle Infos über Strompreiserhöhungen. Dementsprechend findet man auf www.stromklar.de finden sich sowohl ein Strom- als auch ein Gas-Tarifrechner. Damit lassen sich Preise leicht vergleichen.

Billigstrom kann in Deutschland hergestellt worden sein. Es gibt aber auch Anbieter, die den Strom aus Überschussproduktionen im Ausland beziehen. Der Strom kommt oft aus bereits amortisierten und daher sehr günstigen arbeitenden Atomkraftwerken. Atomstrom ist in Deutschland nicht sehr beliebt. Auch der Strom aus Atomkraftwerken aus dem Osten wird meistens unter sehr Umwelt belastenden Umständen erzeugt.

Ob nun in Deutschland oder im Ausland hergestellt, der Billigstrom belebt und verändert den Strommarkt. Der Verbraucher kann ohne Nachteile Kosten einsparen. Ist er raffiniert, informiert er sich gründlich über die Preis- und Lieferungskonditionen. Denn, wie überall wo Geld verdient werden kann, gibt es auch auf dem Billigstrommarkt die berühmten „schwarzen Schafe“.